MobileMonday: Internationale Gäste beim National Summit in Berlin

Mobile Event in Berlin: Der Mobile Monday National Summit 2010
Zehnjähriges Jubiläum
Gäste aus ganz Europa, unter anderem aus dem MobileMonday-Gründungsland Finnland, kamen zum National Summit nach Berlin. Dort wurde nicht nur das 10-jährige Bestehen der Veranstaltung, sondern auch fünf Jahre MoMo in Deutschland gefeiert. Manch einer, der schon mit dabei war, als der MobileMonday noch in den Kinderschuhen steckte, hätte nie damit gerechnet, dass das Event einmal so groß werden würde.
Das Programm beim National Summit am 29. November war voll mit Vorträgen, Panels und einem Workshop. Die meisten Besucher nutzten die Veranstaltung jedoch, um miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. So war das Foyer des Kino Babylon nicht nur in den Pausen gut gefüllt, wo sich die Anwesenden lebhaft über die neuesten Trends und die eigenen Erfahrungen mit der Branche, aber auch den MobileMonday unterhielten. Auch die eingeladenen Redner stellten sich zwischen den Vorträgen den Fragen der Gäste und waren stets zu einem Gespräch bereit.
Breitgefächerte Themenauswahl
Die Speaker beschäftigten sich in ihren Vorträgen nicht nur mit branchen-eigenen Themen, sondern wagten auch einen Blick nach außen. Erstmals waren zwei Politiker eingeladen, um unter anderem über Selbständigkeit und Standortpolitik zu sprechen. So erläuterte Jimmy Schulz von der FDP, dass in der Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” darüber diskutiert werde, ob und wann die Regierung regulierend in den Markt eingreifen soll, etwa bei Verletzungen der Netzneutralität.

Die Politiker Jimmy Schulz (links) und Bjön Böhning im Gespräch mit Moderator Christoph Räthke (rechts)
Sein eingeladener Kollege von der SPD, Björn Böhning, beschäftigte sich mehr mit Stadtpolitik und wie die Stadt seine kreativ Schaffenden unterstützen kann. So plädiert er etwa für bürokratiefreie Mikrokredite, betriebswirtschaftliches Coaching von Startups und eine “Kultur des Scheiterns”. Auch Selbständige, die mit einem Projekt scheiterten, sollen so weiterhin die Möglichkeit zur Entfaltung und Umsetzung ihrer Ideen bekommen. Nicht nur im Publikum war deutlich zu erkennen, dass man sich auf einer Veranstaltung der mobilen Branche befand: Fast jeder hatte entweder ein Smartphone in der Hand oder ein Laptop auf dem Schoss. Immerhin stellte das Kino Babylon sein WLAN-Netz kostenlos zur Verfügung, so dass sich jeder Besucher gleich im Internet über die vorgestellten Themen und Redner informieren konnte. Jimmy Schulz konnte während des Vortrags seines Mitredners aber nicht einmal auf der Bühne von seinem Mobiltelefon lassen. Nachdem beide einzeln vorgetragen hatten, stellten sie sich noch den Fragen des Organisators und Moderators Christoph Räthke. Leider waren zu diesem Programmpunkt nur noch wenige Gäste im Zuschauerraum anwesend. Ob das an der fortgeschrittenen Zeit, der Auswahl des Themas oder an der Deutschsprachigkeit des Vortrages (die Veranstaltung wird ansonsten in Englisch abgehalten) lag, lässt sich allerdings nicht sagen.
Der Blick nach innen
Erstmals richteten die Veranstalter des MobileMonday den Blick des Events in diesem Jahr auch nach innen, auf ihre eigene Organisation. Zu diesem Zweck kamen MoMo-Organisatoren aus der ganzen Welt auf der Bühne des Berliner Kinos zusammen, um sich vorzustellen und über ihre Arbeit zu berichten. Leider blieb es aus Zeitgründen bei einer kurzen Vorstellung der Akteure. Diese machten aber mit einem Satz deutlich, was Grundlage des internationalen Erfolgs des MoMo ist: “The audience owns MobileMonday”. Die Mitglieder bestimmen, welche Themen behandelt und was im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen soll.

MoMo-Gründer aus aller Welt stellten sich in Berlin vor
Mehr Bilder vom MobileMonday National Summit 2010 gibt es hier!
Kudos Award 2010
Zum dritten Mal wurde in diesem Jahr bereits der “Kudos Award” vergeben. Zuvor fand erstmals der “AppCircus” statt, in dem acht Entwickler ihre Apps in drei Minuten vorstellten und damit zur Wahl für den Kudos Award antraten. Der AppCircus wird bereits auf verschiedenen internationalen Events abgehalten. Die Gewinner dieser Veranstaltung bekommen die Chance, ihre Anwendung bei den Mobile Premier Awards in Barcelona ins Rennen zu schicken. Neben der bei MobileHighlights bereits vorgestellten App “Stefan Marquard Cooking Slot Machine” (3,99 €; iconmobile GmbH) wurden unter anderem die Applikationen “lookji” (gratis; Look! GmbH), “LiftLoft” (gratis; aka-aki networks GmbH) oder “Eyeout: The mobile Art Guide” (3,99 €; Eyeout GmbH) in Berlin vorgestellt.

Philip Eibach von T-Labs erhielt den Kudos Award 2010 für die App wahwah.fm
Die Besucher wählten aber die App “wahwah.fm” zum Favoriten und Gewinner des Kudos Award 2010. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass Philip Eibach von T-Labs schon zuvor die Gelegenheit hatte, die Anwendung in einem eigenen Vortrag ausführlicher vorzustellen. Was wahwah.fm ist und wie es funktioniert, zeigt folgendes Video:
wahwah.fm – the music around you from wahwah.fm on Vimeo.
Mehr Informationen zum MobileMonday mit dem Jahresprogramm für 2011 gibt es hier!









