
Der neue Oyo von Thalia
Die Buchhandelsgruppe Thalia hat pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2011 die zweite Generation ihres eBook Readers Oyo auf den Markt gebracht. Auf den ersten Blick hat sich daran nicht viel verändert. Was das Gerät kann, fand die Redaktion von MobileHighlights.de im Hands-on heraus.
Das Grunddesign des Oyo wurde auch bei der zweiten Generation beibehalten, wobei sich einzelne Details verändert haben. Der neue Oyo misst wie das erste Modell 154 x 124 x 11 Millimeter ist mit 260 Gramm allerdings etwas schwerer als sein Vorgänger. Das Gerät hat nun einen durchgehenden, glatten Rahmen, in den die vier Menü-Tasten (An/Aus, Home, Vor, Zurück) eingelassen sind. An der unteren Kante befinden sich die Anschlüsse für Ladekabel und Kopfhörer sowie der Schacht für microSD-Karten. Das Gerät unterstützt Speicherkarten bis 32 GB. Intern bietet der neue Oyo 4 GB Speicherplatz, von denen rund 3 GB genutzt werden können. Im Vergleich zum ersten Oyo hat Thalia den Speicherplatz verdoppelt.
Das Display misst wie beim Vorgängermodell 6 Zoll und hat eine Auflösung von 800 x 600 Pixel. Allerdings wurde der Kontrast verstärkt und es wirkt deutlich heller. Das Lesen wird so noch angenehmer. Auch bei Sonneneinstrahlung ist die Schrift noch gut auf dem Bildschirm zu erkennen. Wie alle Touchscreens ist auch das Display des Oyo nicht vor Fingerabdrücken gefeit. Aufgrund der matten Optik des Displays fallen sie aber nur störend auf, wenn es wirklich viele sind.

Der Oyo unterstützt microSd-Karten bis 32 GB
Die Handhabung des neuen Oyos läuft wie beim ersten Modell. Nach einer Registrierung auf Thalia.de kann man über eine WLAN-Verbindung im integrierten Buchshop stöbern, Leseproben einsehen und sich eBooks auf den Reader herunterladen. Alle Bücher werden in der eigenen Bibliothek gespeichert, auf die man nach dem Start und über die Home-Taste zugreifen kann.
Über den Startbildschirm hat der Nutzer zudem Zugriff auf seine persönlichen Nachrichten, die Einstellungen und Extras. Zu den zusätzlichen Funktionen gehören ein Web-Browser, ein Bildbetrachter, ein Audio Player und die Möglichkeit, Notizen anzulegen. Die persönlichen Lieblingsbücher lassen sich über Facebook oder Twitter direkt an Freunde weiterempfehlen.
Der Bildschirm des Oyo reagiert zwar schon auf relativ leichte Berührungen, das aber nicht immer zuverlässig. Zum Teil sind mehrere Fingertipps nötig, bis eine Seite geladen ist. Das Blättern in eBooks hingegen funktioniert entweder über einen Fingerstreich über das Display oder mit den Vor-/ Zurück-Tasten recht gut, die Seiten laden schnell. Die Schriftart und -größe lässt sich den eigenen Bedürfnissen anpassen, sechs Schriftarten in sieben Größen stehen zur Auswahl.
Etwas störend ist allerdings, dass es beim Laden einer neuen Seite oft recht lang dauert, bis die zuvor angesehene Seite ganz verblasst ist, so dass auf hellen Stellen der neuen Seite die schwarzen Stellen der vorhergehenden Seite noch zu sehen sind.

Über den integrierten Buchshop von Thalia lassen sich eBooks herunterladen
Beim Stöbern durch den Shop dauert es teilweise recht lange, bis neue Seiten geladen sind. Trotz der laut Thalia verbesserten Prozessorleistung schwächelt der neue Oyo in dieser Hinsicht in unserem Test. Deshalb hat auch der integrierte Web-Browser wenig Sinn. Google- und Wikipedia laden zwar schnell. Große Webseiten mit viel Inhalt brauchen aber teilweise Minuten, um vollständig geladen zu sein. Hier empfiehlt es sich, nur für mobile Geräte optimierte Seiten aufzurufen.
Wenig Sinn macht auch der Bildbetrachter auf dem Oyo. Denn das Gerät zeigt Inhalte nur in Graustufen und mit starkem Kontrast an, weshalb Bilder nicht in voller Pracht zur Geltung kommen können.
Spaß hingegen macht der Audio Player des neuen Oyo. Musik kann von einer microSD-Karte abgespielt werden und wird über Kopfhörer wiedergegeben. Dabei ist der Klang überraschend klar.

Der neue eReader Thalia Oyo
Das, was ein eBook Reader können sollte, macht der neue Oyo gut: Texte sind auf dem Display gut zu erkennen, so dass das Lesen auch nach längerer Zeit nicht anstrengend wird. Zudem liegt der Oyo ganz gut in der Hand. Abgesehen vom Audio Player hätte man sich manche Zusatzfunktion aber sparen können. Das Surfen im mobilen Internet sollte man dann doch lieber auf einem Tablet machen als mit dem eReader. Die Auswahl an eBooks ist recht groß, Empfehlungen und andere Kategorien wie Bestseller oder Schnäppchen erleichtern die Kaufentscheidung.
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